Familienzentrum Bensheim zu Gast bei der GLB

Hauptthema ist die Suche nach neuen Räumlichkeiten

„Das Familienzentrum Bensheim e.V. wächst seit Jahren und ist eine etablierte Einrichtung, die zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt beiträgt“, sagt GLB-Fraktionsvorsitzende Doris Sterzelmaier. Inzwischen ist bekannt, dass die Räumlichkeiten zu klein geworden sind. Nach dem Baustopp beim Haus am Markt ist ein Umzug nicht mehr zu erwarten. Zu allem kam noch ein Wasserschaden hinzu. Alles Gründe, die die Grüne Liste Bensheim (GLB) veranlasste, ein Gespräch mit den Verantwortlichen zu suchen und zu fragen, wie es weitergeht. Die Geschäftsführerin Katharina Naegele und die ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Birgit Siefert kamen zur Fraktionssitzung der GLB und berichteten über den Verein und ihre derzeitige Not.

80 Mitarbeiterinnen beschäftigt das Familienzentrum und ist Träger der Kinderbetreuungseinrichtungen Krippe Kastanienbaum, Kita Hollerbusch, der Naturkita und Kita Dieterswiese in Lorsch sowie einer Einrichtung in Lampertheim. Weiterhin ist das Familienzentrum für die Schulkindbetreuung an zwei Grundschulen zuständig und für die Flüchtlingskinderbetreuung in Heppenheim. Die Vermittlung von Tageseltern und eine Babysitterkartei gehören auch zum Angebot. In der Innenstadt bilden die beiden Fachwerkhäuser am Hospital das Zentrum der täglichen Kurs- und Begegnungsangeboten und der Verwaltung sowie der wöchentlichen Angebote des Drop In, Café Klatsch und dem Literaturkreis.

„Es sind 120 Personen, die täglich kommen und gehen. Die 400 Quadratmeter, verteilt auf zwei Häuser, reichen nicht mehr aus, sodass es bereits eine lange Warteliste gibt“, berichtete Frau Siefert. „Wir würden gerne in der Bensheimer Innenstadt bleiben, suchen aber dringend neue Räumlichkeiten. Derzeit gibt es wegen des Wasserschadens ein Ausweichquartier, welches aber nur befristet und als Notlösung betrachtet werden kann. Unser Ziel ist ein Haus für alles mit 500 Quadratmetern Raumfläche“, betont Frau Naegele. Sie schließt nicht aus, notfalls auch aus der Bensheimer Innenstadt wegzuziehen.

„Dies ist für uns keine Option. Wir wünschen uns, dass das Familienzentrum in der Innenstadt bleibt und zur Belebung und Attraktivität der Stadt weiter beiträgt“, sagt Moritz Müller, GLB-Stadtverordneter und Mitglied des Sozialausschusses.

„Wir erinnern uns an den Umzug der Spielerei nach Zwingenberg, als die Rodensteinschule verkauft wurde. Nach diesem Verlust ist es wichtig für die Stadt, das Familienzentrum zu halten“, betont stellvertretender Fraktionsvorsitzender Jochen Kredel. Gemeinsam wurde überlegt, welche Leerstände oder Baulücken es in der Innenstadt gibt, die sich eignen würden und bezahlbar sind. Dies ist keine leichte Aufgabe und eine passende Immobilie nicht schnell zu finden. Trotzdem kamen einige Ideen auf. Allen ist klar geworden: Hier ist ein Problem für Bensheim zu lösen und dem Familienzentrum zu helfen.

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