GLB-Fraktion besucht Stadtbibliothek: Neuerungen machen die Bibliothek noch attraktiver

Der Fraktionsvorstand der Grünen Liste Bensheim (GLB) besuchte die Stadtbibliothek, um sich im Gespräch mit der Leiterin Gudrun Ehret und der stellvertretenden Leiterin Winni Lechterbeck sowie dem Eigenbetriebsleiter Thomas Herborn über die Neuerungen und die Entwicklung der Bibliothek informieren zu lassen.

Ein Wunsch aus der Zukunftswerkstatt Innenstadt 2030 ist ein flächendeckendes und kostenfreies WLAN. Speziell die Bibiliothek wird hierbei aufgezählt. Bisher müssen 50 Cent pro 30 Minuten für den Zugang gezahlt werden. Die Grünen hatten angeregt, auf diese Gebühr zu verzichten.

Kostenfreies WLAN und Internetleistung verdoppelt

„Wir freuen uns, dass durch den gemeinsamen Antrag der Koalition zur Innenstadt dies jetzt umgesetzt wird, die Gebühr entfällt und es noch weitere Verbesserungen geben wird“, sagt Doris Sterzelmaier, GLB-Fraktionsvorsitzende. Die Vertreterinnen und Vertreter der GLB-Fraktion erfuhren, dass die Internetleistung verdoppelt wird und das WLAN rund um die Bibliothek künftig bis 22 Uhr kostenlos nutzbar ist. Die Online Ausleihe ist heute schon rund um die Uhr nutzbar.

Eine andere Verbesserung wurde schon vorgenommen: Seit Januar 2019 gibt es vor Ablauf ihrer Ausleihfrist eine Erinnerungsmail an die Leserinnen und Leser. Für die Rückgabe der Medien außerhalb der Öffnungszeiten steht die etablierte Rückgabebox zur Verfügung.

Für die Nutzerinnen und Nutzer der Stadtbibliothek stehen im Hessischen Onlineverbund 202.116 digitale Lizenzen zur Verfügung. Die Online-Medien Ausleihe wächst stetig. Lag der Anteil in 2012 noch bei 3,1 Prozent aller Ausleihen, so stieg er in 2018 auf 20 Prozent. Der Medienbestand in den Regalen der Bibliothek nimmt leicht ab. Die gewonnene Fläche wird für Arbeitsplätze benötigt. Diese sind besonders bei Schülerinnen und Schülern zur Vorbereitung auf das Abitur begehrt. Die Bibliothek hat eine Fläche von 900 Quadratmeter.

Mit durchschnittlich 320 Besucherinnen und Besuchern pro Tag ist die Bibliothek die am stärksten frequentierte städtische Einrichtung, wurde von Thomas Herborn berichtet. „Als Publikumsmagnet sorgt sie für eine Belebung der Innenstadt und bestätigt, dass es richtig war, von der alten Post wieder ins Zentrum zu gehen. Verlängerte Öffnungszeiten würden für noch mehr Belebung auch in den Abendstunden und an den Schließtagen sorgen“ , betont Moritz Müller, GLB-Stadtverordneter und Mitglied des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses.

Das Angebot der Stadtbibliothek reicht vom Zwergenschmökern über das Bilderbuchkino, Lesen auf der Insel und dem Schüler-Center bis zum Lesecafé mit über 70 Zeitschriften und Zeitungen sowie Besuch von Schulklassen und Kindergarten-Führungen. Es gibt viele Kooperationspartner und regelmäßige Veranstaltungen in der Bibliothek, wie Frau Ehret berichtete.

Aus dem großen Wasserschaden 2017, wegen dem die Bibliothek sieben Wochen geschlossen werden musste, haben sich keine bleibenden Beeinträchtigungen ergeben. Die Kosten wurden alle von der Versicherung bezahlt, konnten die Grünen auf Nachfrage erfahren.

Grüne fordern Verzicht auf Plastiktüten

Eine weitere Veränderung ist den Grünen wichtig: Bei Regen sollen keine Plastiktüten zum Schutz der Bücher verkauft werden. Dies war nur die Ausnahme und eine geringe Menge pro Jahr, trotzdem ist es für die Grünen konsequent, im Zuge der Nachhaltigkeit auch darauf zu verzichten. Der Magistrat hat bereits signalisiert, diese Forderung aufzunehmen und eine andere Lösung zu finden.

„Mit den Änderungen verbessern und stärken wir die städtische Bibliothek, die zeitgemäß mit gutem Angebot zur Attraktivität Bensheims beiträgt. Das von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Jahresbudget von 500.000 Euro ist hier gut angelegtes Geld“, betont Thomas Götz, stellvertretender GLB-Fraktionsvorsitzender.

Die Entwicklung der Stadtbibliothek ist eine dauerhafte Aufgabe und so wird es auch weitere Veränderungen geben, damit unsere Bibliothek immer attraktiv bleibt und schon um junge Leserinnen und Leser wirbt, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der GLB-Fraktion.

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