Kohle stoppen – Wälder retten

GLB-Infostand zur Landtagswahl

Die Grüne Liste Bensheim (GLB) setzt am Samstag (22.09.) mit einem weiteren Infostand ihre Landtagswahlkampagne fort. Die aktuelle Zuspitzung des Kohlekonflikts in Nordrhein-Westfalen rund um den Hambacher Forst nimmt die GLB zum Anlass, über den Klimakiller Braunkohle und das rücksichtslose Gebaren des Energiekonzerns RWE zu informieren. „Wir wollen den Irrsinn der weiteren Abholzung des 12.000 Jahre alten Hambacher Walds darstellen in einer Zeit, in der in Berlin die Kohlekommission über die Bedingungen eines Ausstiegs aus dieser klimaschädlichsten aller Energiequellen berät“, kommentiert der Bensheimer Landtagskandidat Alexander Berndt den Hintergrund des Infostands. „Gleichzeitig animieren uns die schockierenden Nachrichten aus NRW, einen genaueren Blick auf die Klimaschutz-, Energie-, Umwelt- und Naturschutzpolitik in Hessen zu werfen.“

Alle Experten sind sich einig: Nur mit einem raschen Ausstieg aus der Braunkohle kann Deutschland seine Klimaziele erreichen, zu denen sich die Bundesregierung gegenüber anderen Ländern vertraglich verpflichtet hat. Das bedeutet auch: Die ältesten und dreckigsten Braunkohle-Kraftwerke müssen schnell vom Netz. „Ein Abbaggern weiterer Dörfer und des Hambacher Waldes, um diese Kraftwerke mit Braunkohle zu versorgen, ist nicht erforderlich“, resümiert Moritz Müller, der Parlamentarische Geschäftsführer der GLB-Stadtverordnetenfraktion.

Unsinn aus Konzernzentralen und von Ideologen

RWE will schnell roden – angeblich, weil die Kohle schnell gebraucht würde. Der BUND hat dargelegt, dass das Unsinn ist. Unsinn ist auch, was NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart (FDP) und andere Ideologen verbreiten: Dass ohne die Braunkohle die Lichter in Deutschland ausgehen würden. „Deutschland verfügt über riesige Überkapazitäten bei den Kraftwerken, exportiert ständig große Mengen Strom ins Ausland. Zudem stehen derzeit viele der deutlich weniger schädlichen Gaskraftwerke still, der Braunkohle- und Atomstrom verstopft die Netze“, weist GLB-Sprecherin Jutta Zinecker diese wohlkalkulierte Panikmache zurück.

Die Aktiven der GLB freuen sich darauf, sich an ihrem Stand neben dem Bürgerwehrbrunnen in der Zeit von 10 bis 13 Uhr mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern auszutauschen.

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