Die Grüne Liste Bensheim spricht über gesundheitsbelastende Emissionen

Stickoxide und Lichtverschmutzung belasten Mensch und Tier

„Wir wollen eine gesunde Umwelt durch die Verringerung von Schadstoffen erreichen und dazu ist es zu kurz gedacht, nur über Dieselfahrverbote zu sprechen. Viel mehr muss es um eine grundlegende Verkehrswende gehen, hin zu mehr ÖPNV und mehr Radverkehr,“ so Doris Sterzelmaier, Fraktionsvorsitzende der Grünen Liste Bensheim (GLB). Daher müsse der Bund seinen Worten auch Taten folgen lassen und ein Konzept vorlegen, wie der ÖPNV attraktiver gestaltet werden kann. Ein kostenloses Angebot und die entsprechende Infrastruktur werden dabei eine Rolle spielen. Die Kommunen brauchen dabei Unterstützung. Letztendlich dürften die Verfehlungen der Autoindustrie weder den Kunden noch den Steuerzahlern zur Last gelegt werden. „In Bensheim haben wir zusammen mit den Koalitionspartnern CDU und BFB beschlossen, einen Green City Plan zur Reduzierung von Stickstoffdioxiden zu erstellen. Durch die Aufnahme im Förderprogramm des Bundes entstehen der Stadt für den Masterplan mit der Darstellung der nötigen Schritte keine Kosten“, so Sterzelmaier weiter.

Überschritten wird der NO2-Grenzwert schon seit Jahren in der Nibelungenstraße zwischen Ritterplatz und Platanenallee. Als erste Maßnahme wird eine sogenannte Pförtnerampel geprüft, um einen besseren Verkehrsfluss zu gewährleisten. „Eine kurzfristige Lösung des Problems wird dadurch vermutlich erreicht, auch wenn damit lediglich an den Symptomen herumgedoktert wird. Eine Reduktion der Emissionen insgesamt ist nach wie vor unser Ziel“, so der GLB-Stadtverordnete Thomas Götz. „Wenn man mit einer geänderten Ampelschaltung noch eine fußgängerfreundlichere Lösung für die Querung in einer Grünphase am Ritterplatz erreichen könnte, wäre dies ein zusätzlicher Gewinn.“

Auch gesundheitsbelastend sind die hohen Lichtemissionen bei Nacht, durch eine zu hohe Farbtemperatur. Diese signalisiert dem Körper, es sei Tag, und Mensch und Tier kommen nicht in den Nacht-Schlafmodus. „Zu diesem Problem haben wir vor Jahren als GLB vorgeschlagen, in den Festsetzungen der Bebauungspläne das energiesparende LED-Licht einzusetzen und dabei warmweiße, insektenfreundliche Leuchtmittel zu verwenden, die nach unten strahlen. Gemeinsam mit unseren Koalitionspartnern CDU und BfB haben wir diese verbindlichen Festsetzungen jetzt regelmäßig getroffen. So steht im aktuellen B-Plan Christuszentrum Berliner Ring, dass zur Vermeidung von Lockeffekten für Insekten für die Außenbeleuchtung aussschließlich insektenfreundliche, nach unten abstrahlende Lampen in warmweißem Licht zu verwenden sind. Mit diesen Vorgaben haben wir einiges erreicht, um die Lichtverschmutzung zu reduzieren“, betont Sterzelmaier.

Das Land Hessen hat dazu die Broschüre für nachhaltige Außenbeleuchtung herausgegeben, die Probleme und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Diese Themen werden in der Fraktionssitzung der Grünen am Dienstag, 6. März, um 20 Uhr in der Gaststätte Präsenzhof besprochen.

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