Grüne im Familienzentrum: breites Angebot und langjährige Erfahrungen

Das Familienzentrum leistet sehr gute und umfangreiche Arbeit für Familien. Davon konnte sich die Fraktion der Grünen Liste Bensheim (GLB) bei ihrem Besuch wieder einmal überzeugen. Mit dabei war auch Heidi Besas, Vertreterin des Bundesfrauenrats von Bündnis 90/Grüne. Bei einem Informationsgespräch mit Birgit Siefert, der Vorsitzenden des Vereines Familienzentrum Bensheim e. V., wurden das Engagement des Zentrums erläutert und im Anschluss die Räume besichtigt.

Mit 380 Mitgliedern, 34 fest angestellten Mitarbeiterinnen und 160 Tageseltern kreisweit hat sich der Verein sehr gut entwickelt und gehört zu den großen und bedeutenden Institutionen in Bensheim. Der Verein versteht sich als Partner für Familien und leistet Unterstützung von Anfang an. Von Krabbelgruppen, Babyfamiliencafés, Begegnungstreffs, Notfallunterstützung und Selbsthilfegruppen über ein umfangreiches Kursprogramm bis zum Service für Kinderbetreuung, auch über Tageseltern, wird alles angeboten. Dazu gehören auch die Krippe Kastanienbaum, Schülerbetreuungen in Bensheim und Lorsch und der Naturkindergarten in Lorsch. Anfragen aus Lampertheim liegen schon vor.

„Wichtig für die zukünftige Arbeit ist auch die finanzielle Absicherung. Wir wollen daher im Verein den Bereich der Regelfinanzierung weiter ausbauen, um von befristeter Projektfinanzierung unabhängiger zu werden“, erläutert Frau Siefert

„Wir sind froh, dass wir in Bensheim solch eine Einrichtung haben, die Bensheim als kinder- und familienfreundliche Stadt stärkt. Das Engagement des Vereins wird geschätzt und auch von der Politik unterstützt“, betont GLB-Fraktionsvorsitzende Doris Sterzelmaier.

Der weitere Ausbau steht schon an. Der Verein wächst durch die Trägerschaft eines Containerkinergartens für bis zu vier Gruppen ab Herbst dieses Jahres auf dem Gelände der Schillerschule und der Neubau einer vierzügigen Einrichtung an der Sparkassenallee.

„Mit dem großen Bildungsangebot und dem Zulauf der Begegnungstreffs stößt das Familienzentrum in den derzeitigen Räumlichkeiten an seine Grenzen. Davon konnten wir uns beim Rundgang überzeugen, denn die Aufteilung in zwei getrennte Altbauten mit engen Treppenhäusern und fehlender Barrierefreiheit ist nicht mehr angemessen und die Suche nach einem alternativen Standort in der Innenstadt die logische Folge, sagt GLB Stadtverordneter und Mitglied des Sozial- Sport und Kulturausschusses Moritz Müller.

„Als Familienzentrum würden wir uns eine Vergrößerung von derzeit 400 auf 600 Quadratmeter Fläche – dann barrierefrei – in der Innenstadt wünschen und könnten auch einen etwas höheren Mietpreis darstellen“, erklärte Birgit Siefert.

„Die gesicherte Finanzierung derartiger elementarer Einrichtungen wie dem Familienzentrum darf nicht abhängig sein von zufälligen Geldzuwendungen der Kommune, des Landkreises, des Landes oder des Bundes, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und bedarf dauerhafter finanzieller Sicherheiten, um sich der eigentlichen Arbeit mit Kindern widmen zu können“, sagt Heidi Besas.

Mit den Diskussionen um einen Neubau des Hauses am Markt würde sich eine Gelegenheit bieten. Auf Antrag der Koalition von CDU, GLB und BfB wird nach der Sommerpause das Prüfergebnis vorgestellt und die Bevölkerung zu einer Besichtigung des Hauses am Markt eingeladen. Dann wird entschieden, ob es zu einer Sanierung oder einem Neubau des Hauses am Markt kommt, heißt es abschließend in der GLB-Pressemitteilung.

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