Grüne Liste besuchte Streuobstwiesenretter auf dem Wambolter Sand

Die Bedeutung der heimischen Apfelbäume und der Sortenreichtum können auf dem Wambolter Sand erfahren werden. Die Fraktion der Grüne Liste Bensheim besuchte im Rahmen ihres Sommerprogramms die Streuobstwiesenretter und informierte sich über deren Arbeit und Ziele. „Wir wollen mit den Streuobstbäumen das Interesse in der Bevölkerung wecken und dort hin, wo die Menschen sich schon aufhalten. Da bot sich der Wambolter Sand an“, erklärte Florian Schumacher von der Initiative der Streuobstwiesenretter.

Ein Konzept der Wiederbelebung alter Streuobstbestände, die seit den 50 ziger Jahren immer mehr in Vergessenheit gerieten, wurde zuerst erstellt. Mit Unterstützung der Stadt Bensheim wurden 2011 dann die ersten Streuobstbäume auf den städtischen Flächen des Wambolter Sandes gepflanzt. Zu den ersten Paten eines Apfelbaumes gehörte Stadtrat Adil Oyan (Grüne). Seit dem wurden in drei Pflanzaktionen ca 80 Bäume gepflanzt, die zu den 200 Altbäumen hinzukommen. Immer mehr Menschen interessieren sich dafür und das Streuobst gewinnt wieder Bedeutung, ein Erfolg der Initiative.

Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Biotopen und sind mit vielen Tier- und Pflanzenarten von überragender ökologischer Bedeutung. Durch den Verzicht auf intensive Bewirtschaftungsmaßnahmen bieten Streuobstwiesen einer sehr großen Zahl von Tier- und Pflanzenarten ideale Standort- und Lebensbedingungen. Wir freuen uns, dass sich die Gruppe der Streuobstwiesenretter gefunden hat und sind dankbar, dass sie sich für den Erhalt von Streuobstwiesen einsetzen, betont GLB Fraktionsvorsitzende Doris Sterzelmaier.

Mit Martin Schaarschmidt haben die Streuobstwiesenretter einen Obstbaumfachwart für fachkundige Beratung an ihrer Seite. Dies ist wichtig, denn auf die richtige Pflege kommt es an. Auch alte Kirsch- und Pflaumenbäume stehen auf dem Gelände. Der Schutz der seltenen Sandgrasnelke muss ebenso beachtet werden, wie eine Verhinderung der Verbuschung. Hierfür sorgt unter anderem auch die Schäferin Simone Häfele, die mit ihrer Herde bestimmte Flächen beweidet. Auch die Entscheidung wo und welcher Obstbaum gepflanzt wird, folgt dem Wiederbelebungskonzept.

Zum Abschluss gab es noch eine Verkostung des selbst hergestellten, reinen Streuobst-Apfelsaftes. Dieser schmeckte beim Anblick der Bäume, trotz Regen, doppelt so gut. Der Vorrat ist noch reichlich und wird über die Streuobstwiesenretter abgegeben, war zu hören. Viel Interessantes haben die Grünen erfahren und hoffen, dass das Interesse und die Achtung an diesem kostbaren „Schatz“ auch bei anderen Besuchern des Wambolter Sandes weiter wächst, heißt es abschließend in der Presseerklärung.

Streuobstwiesenretter 29.7.2014

Streuobstwiesenretter 29.7.2014

Die Grüne Liste besuchte die Streuobstwiesenretter auf dem Wambolter Sand. Hier vor dem in 2011 gepflanzten Apfelbaum von Stadtrat Adil Oyan (Grüne), der mit zu den ersten Paten gehörte. Pesonen von links: Doris Sterzelmaier, Moritz Müller, Stadtrat Adil Oyan, Holger Klamand, Florian Schumacher, Birigt Rinke, Annette Müller, Jochen Kredel.

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