Ein langer Weg zur Barrierefreiheit

Seniorenbeauftragte Gudrun Frehse zu Gast

Schon die kleinste Schwelle, die sehende Menschen überhaupt nicht wahrnehmen, kann für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft eine unüberwindbare Hürde sein. Fehlende oder abgenutzte taktile Markierungen, insbesondere auf Treppenstufen – die Schwachstellen im öffentlichen Raum lauern überall. Dies ist ein Problem für Menschen mit Beeinträchtigungein.

Die Fraktion der Bensheimer Grünen diskutiert in ihrer Sitzung am Dienstag, 22. November, die Schwachstellen der Barrierefreiheit in Bensheim.

Zu Gast sind die Seniorenbeauftragte der Stadt Bensheim, Gudrun Frehse, sowie Erika Theiss, die in der Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehindertenbundes in Hessen aktiv ist. „Mit beiden wollen wir über die aktuelle Realität und Veränderungsmöglichkeiten sprechen“, betont Fraktionsvorsitzender Moritz Müller. „An vielen Stellen werden die oftmals kleinen Veränderungen nämlich leicht übersehen.“

Erika Theiss hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf Probleme hingewiesen und diese auch fotografisch dokumentiert. „Auf Grundlage der Fotos wollen wir über konkrete Verbesserungen sprechen“, sagt Fraktionsvorsitzende Doris Sterzelmaier. „Barrierefreiheit muss beim Neubau, bei Sanierungsvorhaben und im Straßenbau immer gleich mitgedacht werden, denn nachträgliche Anpassungen sind oft viel teurer.“

Der Weg zur Barrierefreiheit ist lang, wirklich barrierefrei kann ein Leben in einer gewachsenen Stadt wohl nie sein – aber möglichst barrierearm muss es werden, so die Haltung der Grünen. Dazu sollen konkrete Vorschläge erarbeitet werden und bereits vorhandene – wie die Idee einer Holzrampenaktion aus dem Grünen Wahlprogramm – diskutiert werden.

Interessierte Gäste sind in der öffentlichen Sitzung am 20 Uhr herzlich willkommen. Es wird um Anmerkung unter m.mueller@gruene-bensheim.de gebeten, um die Zugangsdaten für das Konferenzool zu übermitteln.

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