GLB: Vertiefen von Bachläufen wird nicht genügen

Mit Interesse hat die Grüne Liste Bensheim (GLB) die kommunalpolitische Aktivität, die auf die Unwettern der letzten Wochen folgt, zur Kenntnis genommen. Gut, dass sich allmählich die Erkenntnis durchsetzt, dass die Hochwasserprobleme am Meerbach noch nicht gelöst sind. Die Stadtverordnetenfraktion der GLB hatte auf diese Thematik schon vor zwei Jahren aus Anlass des damaligen Hochwassers hingewiesen.

„Die aktuellen Wetterereignisse können durchaus als erste bei uns spürbare Folgen des menschengemachten Klimawandels verstanden werden“, stellen die Grünen dazu fest. „So notwendig es ist, sich anzupassen und auf eine Wiederholung von Extremwetterlagen vorzubereiten, so sicher ist, dass dies nicht genügen wird. Ohne die Ursache, das heißt den menschengemachten Klimawandel, zu bekämpfen, werden wir den Ereignissen immer wieder hinterherhinken“, führen sie in ihrer Pressemitteilung weiter aus. So werde konkret im Falle des Meerbachs eine Vertiefung des Bachlaufes in Zell und Gronau zwar die dort wohnenden Bürger schützen, aber gleichzeitig dazu führen, dass sich das Wasser im Meerbachviertel vor der B3-Brücke umso höher stauen wird.

„Wir fordern, dass endlich mit der Braunkohleverstromung Schluss gemacht und der Ausbau der regenerativen Energieerzeugung vorangetrieben statt gebremst wird. Die Braunkohleverstromung ist eine der großen Quellen des Ausstoßes von Kohlendioxid, das Hauptverursacher des Klimawandels ist“, erläutert Sprecher Wolfram Fendler dazu. „Wir wissen dass wir damit im Widerspruch zur Koalition von CDU und SPD im Bund und SPD-Chef und Wirtschaftsminister Gabriel stehen, dem die wirtschaftlichen Interessen der RWE wichtiger sind als der Klimaschutz und der deswegen beim Ausbau der Windenergie auf der Bremse steht.“

„Bensheim hat mit dem Masterplan ‚100% Klimaschutz‘ den richtigen Weg eingeschlagen, um lokal den Ausstoß der Klimagase einzudämmen“, erinnert Sprecherin Birgit Rinke. „Die Wetterereignisse sollten Ansporn sein, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um beispielsweise Hausbesitzern den Schritt zur Wärmedämmung ihrer Gebäude zu erleichtern oder den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zu fördern.“

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