ADFC zu Besuch bei Fraktion der Grünen, Radwegenetz wurde besprochen

Das Bensheimer Radwegenetz war Thema der jüngsten Fraktionssitzung der Grünen Liste Bensheim (GLB). Als kompetente Gäste wurden der frisch wiedergewählte 1. Vorsitzende des ADFC Bergstraße, Matthias Gehrmann und sein Kollege Immo Brauch begrüßt.

Betrachtet wurden die Verbesserungen für Radfahrer, die in den letzten Jahren erfolgten. So lobte Herr Gehrmann die Radstreifen in der Heidelberger Straße und die verbesserte Beschilderung. Heute wird grundsätzlich die Anlage von Radstreifen dem Bau von separaten Radwegen vorgezogen, weil dies zur Unfallreduzierung beitrage. Dass Bensheim eine eigene Radverkehrsschau 2009 eingeführt hat, wird vom ADFC sehr positiv gesehen. Heppenheim will dieses Jahr dem Bensheimer Beispiel folgen und erstmals auch eine Radverkehrsschau durchführen. Das Radwegenetz hat aber noch Verbesserungsbedarf, darüber waren sich alle einig. „Die Ost-Westverbindung Robert-Bosch-Straße als Erschließung des gesamten Bereiches westlich der A5 für den Radverkehr, stellt weiterhin ein großes Problem dar“, sagte stellv. Fraktionsvorsitzender Wolfram Fendler. Die Unterführung und die fehlende Breite der Straße machen einen beidseitigen Radstreifen derzeit unmöglich. Lösungsansätze wurden besprochen. Auch die Anbindung des Radverkehrs von der Schwanheimer Str. Richtung Rinnentor wurde weiterhin als Defizit im Radnetz gesehen. Ebenso die Promenadenstraße und Fehlheimer Straße. Die Ausfahrten der Tiefgarage und der einseitige Radweg mit Begegnungsverkehr sei zu verbessern. „Der Magistrat wurde von der Koalition bereits beauftragt den Verkehrsentwicklungsplan zu überarbeiten und dabei auf das Radwegenetz zu achten“, erinnerte Fraktionsvorsitzende Doris Sterzelmaier. Eine Beteiligung des ADFC und das Hinzuziehen von Radexperten wird hierbei als sinnvoll erachtet.

Dem ADFC sind die Schwellen am Radweg beim Golfplatz aufgefallen. Hier gibt es fahrradfreundlichere Lösungen, die trotzdem den Autoverkehr verlangsamen. Karlsruhe strebe derzeit an, die Fahrradstadt Deutschlands zu werden. Der ADFC sieht dort gute Beispiele, die man übernehmen könnte. Weiterhin betonte Vorsitzender Gehrmann: „Der ADFC hat im Straßenverkehr nicht nur die Radfahrer im Blick, sondern auch Fußgänger, Schüler und Menschen mit Behinderung“. Die Fraktion bewertete den Besuch des ADFC als sehr positiv und will den Kontakt verstärken. Im Sommer soll es eine gemeinsame Radtour geben, bei der schwierige Stellen im Radnetz vor Ort betrachtet und Lösungsvorschläge gesammelt werden.

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