Fachtagung der Grünen Stadtverordneten zum demografischen Wandel

„Wenn überhaupt, dann nur noch ganz geringen Neubaubedarf“ in Bensheim sieht Frau Professor Dr. Ruth Rohr-Zänker, ausgewiesene Expertin in Sachen demografischer Wandel. Sie war Mitglied der Enquete-Kommission „DemografischerWandel“ im Niedersächsischen Landtag und gehört zur Expertengruppe Demografie der Bertelsmann-Stiftung.

Auf einer von Stadtrat Peter Kalb geleiteten Fachtagung der Stadtverordnetenfraktion der Bensheimer Grünen interpretierte sie den Bensheimer Demografiebericht und erläuterte die Folgen des demografischen Wandels ganz konkret für Bensheim.

Sie bescheinigte Bensheim eine ganz hervorragende Ausgangslage. Deshalb werde die Einwohnerzahl in den nächsten Jahren nur geringfügig abnehmen. Was sich dramatisch ändern werde, sei die Altersstruktur. Der Anteil der alten und sehr alten Menschen werde stark ansteigen, da die Generation des Babybooms ins Rentenalter komme und die nachfolgenden Jahrgänge wesentlich kleiner seien.

Es gelte Wohnverhältnisse und ein Wohnumfeld zu schaffen, das es ermöglicht, bis ins hohe Alter selbständig zu leben. Das müsse ja nicht im Eigenheim sein. Deshalb müsse bei Neubau gleich auf seniorengerechte Gestaltung geachtet werden, der altengerechte Umbau bestehenden Wohnraums gefördert werden. Dabei zählt für sie zur seniorengerechten Gestaltung auch das Wohnumfeld: Es ist wichtig dass Versorgungsmöglichkeiten, Arzt, Apotheke, kulturelle und soziale Angebote für ältere menschen fußläufig erreichbar sind.

Frau Rohr-Zänker wies überaschend noch auf einen anderen Zusammenhang hin: Der Anteil der Migranten betrage fast 20% der Gesamtbevölkerung. In den älteren Generationen weniger, in den jüngeren mehr. „Wir müssen uns um die Integration dieser Menschen kümmern, gleichzeitig die Kleinkinderbetreuung und die frühkindliche Erziehung ausbauen. Von der Produktivität dieser Generationen wird unser aller Wohlstand abhängen.“

Fachtagung am 22.5.2010 zum demografischen Wandel in Bensheim

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